Fremdwährungskredite. Zwangskonvertierung erlaubt?
Die Banken halten sich an die Weisung der FMA, an private Haushalte keine endfälligen Finanzierungen mehr mit Tilgungsträgermodellen zu vergeben. Es gibt Befürchtungen, dass das Konsumentenschutzministerium die Vergaberichtlinien jetzt noch verschärfen könnte - ein Aus für Fremdwährungskredite, die in den letzten Jahrzehnten für entsprechenden Wettbewerb und niedrige Kreditzinsen sorgten.
So weit, so gut: Neue Fremdwährungskredite erhalten ohnedies nur noch Unternehmen. Doch noch sind rund 36 Milliarden Euro an privaten Fremdwährungskrediten im Markt.
„Es gibt auch keinen Grund, außer für die Bank, aktuell vom Schweizer Franken in den Euro zu konvertieren", appelliert Gerhard Massenbauer, Experte für Fremdwährungsfinanzierungen. „Hier hat der Kunde die bessere Verhandlungsbasis", empfehlen auch die AK-Konsumentenschützer, sich bei einer Umstellung auf Euro zumindest die Spesenfreiheit bei der Konvertierung und dieselben Aufschläge in der Euro- wie in der Fremdfinanzierung auszubedingen.
Ist die Zwangskonvertierung bei Fremdfinanzierungen erlaubt?
Allerdings haben die Banken auf Druck der Finanzmarktaufsicht und weil sie auch nicht mehr so viel an Fremdwährungskrediten verdienen, Kunden mit Nachdruck zur Konvertierung in den Euro bewogen. Dürfen sie das?
Die Zwangskonvertierung von einer Fremd- in eine Euro-Finanzierung kann theoretisch durch Vertragsklauseln, die zum Beispiel bei stärkeren Währungsschwankung die Umstellung auf eine Euro-Finanzierung vorsehen, erlaubt sein. Doch solche Klauseln enthalten die wenigsten Fremdwährungskredite und sie dürfen auch nicht einseitig den Verbraucher benachteiligen.